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Die unbezahlte Pflegearbeit

Ein Blick auf die Leitgrundsätze und die Mindeststandards.

Mit fast 100 Millionen Arbeitnehmerinnen stellen die Frauen 70% der Arbeitskraft im Pflege- und Sozialbereich dar

Die Pflege und die Hausarbeit stehen im Zentrum der Gemeinschaften und sind weltweit Bestandteil der Hauswirtschaft. Dennoch tragen die Frauen bei der unbezahlten Pflege- und Hausarbeit im Vergleich zu den männlichen Kollegen eine unverhältnismässig hohe Last.

Obwohl zwischen den Ländern und den verschiedenen Kontexten bedeutende Unterschiede bestehen, verbringen die Frauen im Durchschnitt, weltweit, vier Stunden und 25 Minuten am Tag damit, nicht bezahlte Pflege- und Hausarbeit zu verrichten. Im Vergleich dazu verbringen die Männer nur eine Stunde und 23 Minuten und dies ändert sich sehr langsam, weniger als eine Minute im Jahr in den letzten 15 Jahren. Oft hindern der durch die unbezahlte Pflege- und Hausarbeit benötigte Zeitaufwand und die körperliche Anstrengung die Frauen daran, eine menschenwürdige Arbeit nachzugehen und verwehren ihnen die Möglichkeiten der wirtschaftlichen Emanzipation sowie den Zugang zu den Grundrechten wie Bildung, politische Teilnahme und Freizeit.

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Im Dokument “Leitgrundsätze und Mindeststandard über die unbezahlte Pflege- und Hausarbeit” werden sechs Leitgrundsätze und die Mindeststandards aufgezeigt, die eingesetzt werden können, um die Politik bei der Bewältigung der Themen der nicht bezahlten Pflegearbeit und der Hausarbeit zu beeinflussen, um so für viele Frauen und Mädchen einen Wandel herbeizuführen.

 

Fotokredite: Md. Deloar Hossain/ActionAid
Der vorliegende Artikel wurde ursprünglich von ActionAid International, “Guiding principles and minimum standards on unpaid care and domestic work”-26/03/2021 veröffentlicht