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Beirut: Zwei Monate später

Unsere Massnahmen gegen die Folgen der Explosion.

Sofortige Unterstützung der Beiruter Bevölkerung

Am 4. August 2020 wurde die Stadt Beirut im Libanon von zwei Explosionen verwüstet. Dabei gab es 180 Tote und 6’000 Verletzte. Das Gebiet rund um den Hafen wurde vollständig zerstört: Schätzungen zufolge haben mindestens 300’000 Menschen ihr Zuhause verloren.

Die Explosionen hatten ihren Ursprung in einem Lagerhaus, in dem sich seit 2012 2’750 Tonnen Ammoniumnitrat befanden, die jeden Moment in die Luft gehen konnten, wovon aber die Bevölkerung von Beirut nichts wusste.

Beirut steht vor einer Nahrungsmittelkrise: Die meisten Weizen- und Nahrungsmittelvorräte wurden im Beiruter Hafen gelagert. Die Stadt hat deshalb mit einem gravierenden Mangel an Mehl und Lebensmitteln zu kämpfen.

Bereits vor der Explosion war der Libanon mit einer schweren Wirtschaftskrise konfrontiert. Schon vor der Explosionskatastrophe lebte die Hälfte der libanesischen Bevölkerung bereits unter der Armutsgrenze. Der Libanon war ja in den letzten Jahrzehnten mit einem schrecklichen Bürgerkrieg konfrontiert und nahm zudem Tausende Flüchtlinge auf.

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Unser Engagement

ActionAid hat von Beginn an mit lokalen Partnern wie ABAAD zusammengearbeitet, um bereits von Covid-19 betroffene Familien mit lebensnotwendigen Nahrungsmitteln, Hygiene-Kits, Masken und Obdachlosenunterkünften zu unterstützen.

Wir setzen uns für eine auf die Frauen ausgerichtete Nothilfe ein, um der Bevölkerung die Mittel zu geben, die auf lange Sicht Besserung bringen. Wir haben auch damit begonnen, die weniger beschädigten Häuser instand zu stellen, damit ein Teil der Bevölkerung in ihre Häuser zurückkehren kann, sobald sie genügend sicher sind.

Wir unterstützen gefährdete Frauen und Mädchen, die Gewalt erfahren haben: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Frauen in Notsituationen oft ausgegrenzt werden und einen hohen Preis zahlen.

Wir bieten den am schwersten Betroffenen auch psychologische Unterstützung. Junge, gut geschulte Führungskräfte steuern die humanitäre Hilfe so gut wie möglich bei gleichzeitiger Achtung der Menschenrechte.

Wir nehmen weiterhin über eine Direktverbindung Bitten aus der Bevölkerung entgegen, damit wir gezielt dort eingreifen können, wo es am nötigsten ist. Wir bleiben auch in den kommenden Wochen vor Ort sein, um sicherzustellen, dass alle den notwendigen Schutz und  auch Unterstützung erhalten.